Fragdenkoch.ch / Reportage
9. März 2004, Bericht von Ichabod Crane
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Vor allem Bekannt ist die Treberwurst am südlichen Jurasüdfuss, Region Bielersee und Neuenburg. Heute ist diese bis in die Westschweiz bekannt. In der Deutschschweiz wird die Tradition gerade in der Region Meilen am Zürichsee gepflegt. Hauptsaison ist ungefähr von Mitte Januar bis Mitte März.
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Was hat jetzt Saison
Wir befinden uns hier in einer kleinen Brennerei, direkt am Bielersee. Herr Sali ist seit über 20 Jahren verantwortlich für die Brennerei von Destillaten. Seine Spezialitäten sind Quitten, Zwetschgen, Pflaumen, Mirabellen und speziell Damassine, eine kleine Zwetschgenart, die nur im Jura wächst.

Wer wir sind
Im Herbst, wenn die Trauben gepflückt und für den Wein gepresst werden, werden die leeren Traubenresten nicht weggeworfen. Man nennt diese dann “Trester”. Diese Trester werden heutzutage in Säcke aus Plastik abgefüllt und gelagert. Da diese Trester beim Weinpressen nicht den ganzen Fruchtzucker abgegeben hat, hat es immer noch genügend vorhanden.
Diese gärt nun im Sack und wandelt von Zucker in Alkohol um. Wenn mann so einen Sack öffnet, ist dies sehr gut zu riechen.
Die rohen Würste bekommt heute der Meister von einem Metzger aus der Region. Sie sind ähnlich wie die Waadtländer Saucisson, die Zusammensetzung variiert ein bisschen. Herr Sali braucht an guten Tagen, wenn Reisebusse aus halb Europa anfahren gut 100 kg Würste, an “normalen” Tagen bis 60 Kg.

Und so gehts:

- Mann nimmt eine Gratinform und belege sie mit Trester

- Auf diese legt man einen Holzrost

- Die Wurst kommt darauf

- Das ganze im Dampf garen

Es gibt am Schluss noch die Variante, die Treberwurst mit Marc zu übergiessen und zu flambieren, kommt aber sehr selten vor.

Dazu einen Weisswein aus der Region, et voilà. Auch kalt ein Genuss!

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